Die Abschlussdiskussion begegnete digitalem Enthusiasmus zunächst mit der Relativierung gängiger Web-2.0-Mythen: Demokratische Aktivitäten werden weniger neu generiert, vielmehr wird bereits Bestehendes verstärkt; Web 2.0 ist auch nicht so demokratisch und hierarchiefrei wie gemeinhin angenommen: Zwar kann jeder dort etwas sagen, aber nicht jeder wird gehört. Was nach der Entmythologisierung aber blieb war die konsensfähige Einsicht, dass Web 2.0 ein wichtiges und verbreitetes Informartions-, Kommunikations- und Partizipationsinstrument darstellt, welches das Denken im Sender-Empfänger-Modell aufbricht und Raum für Dialogisches schafft. Die Konsequenzen für Kirche, (politische) Bildung und Veranstaltungsformate liegen auf der Hand: Nicht nur Ansprache, sondern auch angesprochen werden können; Nicht nur Gehörtwerden, sondern auch Zuhören.
Es diskutieren Sabria David (Slow Media), Dr. Stephan Eisel (Konrad-Adenauer-Stiftung) Jürgen Pelzer (Goethe-Universität-Frankfurt) und Lothar Hales (AKSB) unter der Moderation von Ralf Caspary (SWR) das "Für und Wider" des Web 2.0.
Zwischenbilanz: Die meistgesehenen Videos unseres Youtube-Kanals "grenzfragen" - im Vergleich mit meinen Empfehlungen. http://t.co/p0HU5K6h 16.02.2012 18:06
Auf meiner Website habe ich jetzt "unschädliche" Gefällt-mir-Knöpfe eingebaut. Probieren Sie's aus - ich freue mich übe http://t.co/PXXFjtSR 03.02.2012 15:45
Für die Physikerin Lisa Randall ist das Großartige an der Wissenschaft gerade ihre Unordnung. Wissenschaftler sind nicht im Besitz einer geoffenbarten Wahrheit, sondern müssen selber herausfinden, was die Welt im Innersten zusammenhält. Das ist nach Randall der große Unterschied zwischen Religion und Wissenschaft: Wissenschaftler kennen die Antworten nicht. Sie müssen sie suchen. Ein interessantes Gespräch, auch über die Kathedralen und Glaubenssätze der Physik. -al
Die Fachzeitschrift Science verkündet in ihrer jüngsten Ausgabe: »Analytisches Denken fördert den religiösen Unglauben.« Das klingt, so Ulrich Schnabel, intuitiv erst einmal einleuchtend. Die Vernunft als natürliche Gegnerin des Glaubens ? das ist seit gut dreihundert Jahren das Leitmotiv aller Aufklärer und Religionskritiker. Er zeigt zum Glück aber auch: mit Religionskritik darf man es sich nicht zu einfach machen. Sonst sitzt man nur den intuitiven Vorurteilen seiner Ratio auf. - al